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„Der verlorene Sohn

Ein vielfach begabter Mann, dieser australische Schauspielers Joel Edgerton, der vor und hinter der Kamera immer wieder ein besonderes Gespür für die inneren Kämpfe von Außenseitern gezeigt hat. In einem Film, der ein leidenschaftliches Plädoyer gegen die fragwürdigen Praktiken der Umerziehung ist, ist er Regisseur, Drehbuchautor, Co-Produzent und spielt auch noch selbst mutig die Rolle des unnachgiebig fanatischen Therapeuten.

Der neunzehnjährige Jared (Lucas Hedges) wächst in Arkansas in einem Baptisten Haushalt auf. Sein Vater Marshall  (Russell Crowe) ist Prediger bei den Baptisten. Und seit er mit der traurigen Wahrheit konfrontiert wird, dass sein Sohn schwul ist drängt er ihn zur Teilnahme an einer fragwürdigen Reparativtherapie.

Jared vor die Wahl gestellt, entweder seine Identität oder seinen Glauben zu riskieren, lässt sich notgedrungen auf diese absurde Behandlung ein. Seine Mutter Nancy Nicole Kidman) begleitet ihn zu der abgeschotteten Einrichtung. Diese Einrichtung wird von dem selbst ernannten Therapeut Viktor Sykes (Joel Edgerton) geleitet. Und der zieht ein entwürdigendes und unmenschliches Umerziehungsprogramm durch.

Der Film basiert auf Garrard Conleys Autobiographie mit dem Titel Boy Erased. Rückblickend sagt er dazu: “Seit meiner Reparativtherapie bei „Love in Action“ sind jetzt vierzehn Jahre vergangen, trotzdem bleiben die Eindrücke und Erfahrungen dieser Zeit für mich so lebendig wie zu der Zeit, als ich sie erlebt habe: Der Glanz des laminierten Zwölf-Schritte-Programms auf den leuchtend weißen Wänden der Einrichtung, die Melodie im Tonfall der Anweisungen meines Betreuers, das Gefühl in meinem weißen Button-Down-Hemd auf den gepolsterten Stühlen zu sitzen. Vierzehn Jahre haben immer noch nicht vollständig den Schmerz meines Traumas ausgelöscht, aber in dieser Zeit habe ich diese Ereignisse viel besser verstanden. Mein Vater nimmt nicht mehr die Rolle des Schurken und ich nicht mehr die des Opfers ein. Und ich sehe das Personal von „Love in Action“ nicht länger in der vorhersehbaren Rolle der Diktatoren. Meine Mutter ist für mich nicht mehr nur die Frau eines Predigers, die zwischen zwei unmöglichen Extremen gefangen ist. Unsere Geschichten sind, wie alle Geschichten, wenn man sie mit Bedacht durchdenkt, allzu menschliche Geschichten geworden.“

Regisseur Edgerton versucht diese Eindrücke fast eins zu eins auf die Leinwand zu bringen. Wobei der deutsche Titel nicht ganz den Ereignissen entspricht. Sohn und Vater verlieren sich nicht, sondern versuchen sich wieder zu nähern. Schauspielerisch kann der Film in allen Rollen überzeugen.

115 Minuten – Ab 21.Februar 2019 im KINO.

A.G.Wells

 

 

 

 

 

 

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